Archiv der Kategorie: Neuerscheinungen

Neuerscheinung: Aschaffenburger Clavierbuch

Das Aschaffenburger Clavierbuch – eines der wenigen erhaltenen Manuskripte aus der Zeit um 1700 im Bestand der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – umfasst nahezu alle zum damaligen Studienrepertoire für Tasteninstrumente zählenden Bereiche. Die nun erschienene, von Birger Petersen und Markus Stein herausgegebene Edition der Clavierkompositionen als erster Band der Reihe »Musik am Mittelrhein« (Mainz: Schott 2025) wird ergänzt durch die Edition der Generalbasslehre und der Lieder des Bands im Open Access im Rahmen der Schriftenreihe der Hochschule für Musik Mainz.

Einladung zu Buchpräsentation in Darmstadt

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches
Versuchsstation der Moderne. Das Darmstädter Hoftheater in der Zeit des Großherzogs Ernst Ludwig
von Dr. Rouven Pons sei auf die Buchvorstellung am 25. November 2025 hingewiesen:

Am 157. Geburtstag von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein wird ein neues Buch über das Darmstädter Hoftheater in seiner Regierungszeit vorgestellt („Versuchsstation der Moderne. Das Darmstädter Hoftheater in der Zeit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen (1892–1918)“). Die Studie beleuchtet erstmals ausführlich die heraufziehende Theatermoderne in Darmstadt und setzt das Hoftheater in Beziehung zu Theaterexperimenten auf der Mathildenhöhe.

Zur Einführung in die Thematik spricht der Leiter des großherzoglichen Haus- und Familienarchivs, Dr. Rainer Maaß, mit dem Autor des Buches, Dr. Rouven Pons.

– Eintritt frei –

Ort:
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt – Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt
18 Uhr

Weitere Infos gibt es auf der Website des Landesarchivs Hessen

Neuerscheinung: Peter Cornelius – Briefe und Tagebuchblätter – Bd. 2

ISBN: 978-3-7957-0908-2

Als Band 46 der Beiträge zur mittelrheinischen Musikgeschichte ist nun pünktlich zum Jubiläumsjahr der zweite Band der Briefe und Tagebuchblätter von Peter Cornelius erschienen. Mit der zweibändigen Ausgabe hat der Mainzer Musikwissenschaftler Dr. Günter Wagner (1937–2021) ein wichtiges Grundlagenwerk für die Forschung über Peter Cornelius und die Zeit der Romantik vorgelegt.

Der neu erschienene zweite Band enthält bisher unbekannte Briefe und Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1859–1874. Ein Quellen- und Literaturverzeichnis, ein Personenregister sowie ein Verzeichnis der musikalischen und literarischen Arbeiten von Peter Cornelius runden die Publikation ab. Der bereits 2015 erschienene erste Band (Beiträge Nr. 44) behandelt die Jahre 1831 bis 1859.

CD-Neuerscheinung: Kreusser – Der Tod Jesu

Mit der Ersteinspielung von Georg Anton Kreussers Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ heben die Mainzer Domkantorei St. Martin und das Mainzer Domorchester einen versunkenen musikalischen Schatz. Die geistliche Kantate ist heute der einzige überlieferte Zeuge der reichen Oratorienpflege des blühenden Mainzer Musiklebens im späten 18. Jahrhundert. Zugrunde liegt der Passion der empfindsame Text des protestantischen Dichters Karl Wilhelm Ramler, der durch Carl Heinrich Grauns Vertonung einige Berühmtheit erlangte. Grauns Oratorium wurde, neben nur wenigen anderen katholischen Höfen, auch in Mainz aufgeführt. Anders als Graun orientiert sich Kreussers Vertonung des „Tod Jesu“ an einer opernhaften Tonsprache und an profanen Aufführungsräumen.

Die CD ist bei RONDEAU Production erschienen.

Neues Buch zu Telemann – Der Komponist als Chronist

Der Komponist als Chronist – Telemanns Gelegenheitsmusiken als musikalisches Tagebuch, hrsg. von Thomas Betzwieser, Martina Falletta und Eric F. Fiedler, Beeskow: ortus 2021.

Der neue Band umfasst die Ergebnisse einer Tagung, die vom 5.−7. Oktober 2017 in Frankfurt am Main stattfand und sich Telemanns sogenannten Gelegenheitsmusiken widmete. Das an gesellschafts- und kulturgeschichtlichen Kontexten orientierte Symposium versuchte, diese Facette im Wirken von Telemann neu zu beleuchten. Telemanns anlassgebundene Kompositionen erscheinen aus heutiger Sicht wie Eintragungen in einem Tagebuch, sie dokumentieren Reaktionen auf zeitgeschichtliche Ereignisse wie Krieg und Frieden, Naturkatastrophen oder einen ‚Börsencrash‘, welche gleichermaßen das Leben Telemanns an seinen Wirkungsstätten, z. B. bei Hochzeiten, Predigereinführungen, Geburtstagen oder Beerdigungen, begleiten. Diese Werke eröffnen Einblicke in eine Welt lokaler wie ‚globaler‘ Ereignisse, die in der Zusammenschau vielfältige Wechselwirkungen zwischen Komponist und Gesellschaft transparent werden lassen. Die anlassgebundenen Kompositionen sind somit nicht allein von musikalischem Interesse, sondern sie stellen in ihrer Gesamtheit einen zeitgeschichtlichen Spiegel des Wirkungsumfeldes von Telemann dar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Frankfurter Telemann-Gesellschaft und beim ortus Musikverlag.

Neue Mitteilungen und Mitgliederversammlung

Das neue Mitteilungsheft (Nr. 91) ist da! Folgende Beiträge finden sich darin:

  • Axel Beer: Uwe Baur (1938–2018) – Günter Wagner (1937–2021)
  • Ursula Kramer: Ausgebrannt und abgerissen. Auf den Spuren einer verlorenen musikalischen Festkultur der Darmstädter Bürgerschaft im 19. Jahrhundert (Casino-Bau, Saalbau, Festhalle)
  • Axel Beer: »Beethovens Symphonien in Partitur« – ein Schott-Projekt des Jahres 1813
  • Mitteilungen und Berichte


Die Mitgliederversammlung wird am 27. November 2021 um 11.30 Uhr im Hörsaal der Abteilung Musikwissenschaft (JGU Mainz, Jakob-Welder-Weg 18) stattfinden.
Wir würden uns freuen, möglichst viele Mitglieder begrüßen zu dürfen.





Frisch aus der Presse

Der 48. Band der Beiträge zur Mittelrheinischen Musikgeschichte ist nun erschienen und direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.

ISBN: 978-3-7957-8741-7

Über 60 Jahre nach der ersten umfassenden Arbeit über die Mainzer Hofmusik des Alten Reichs liegt nun ein neuer Sammelband vor, der sich der finalen Periode unter Friedrich Karl Joseph von Erthal widmet. Die überwiegend Mainzer Forscherinnen und Forscher beleuchten das musikalische Leben am Hof mittels archivalischer Neufunde, rekonstruieren physisch längst verlorenes Repertoire durch bislang unberücksichtigte Zeitzeugnisse und unterziehen das kompositorische Schaffen der beiden letzten Hofkapellmeister einer eingehenden Würdigung.

Unter dem letzten in Mainz regierenden Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal (1774–1802) erlebten Musik und Musikleben eine besondere Blütezeit. Musikalische Akademien, bei denen renommierte Sängerinnen und Sänger zu Gast waren, gehörten wie die Eröffnung des Nationaltheaters, die deutsche Erstaufführung von Mozarts Don Giovanni und die Mitwirkung der Hofkapelle bei der Kaiserkrönung 1790 in Frankfurt zu den herausragenden Ereignissen jener Jahre. Doch sie brachten auch gravierende politische Veränderungen, vor allem den Umsturz 1792: Erthal floh nach Aschaffenburg, der noch junge Theaterbetrieb wurde eingestellt und zahlreiche Musiker mussten mangels Perspektive die Stadt verlassen.
Das detaillierte Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.



CD Veröffentlichung: Orgelwerke von J.C.H. Rinck

Die Abteilung Kirchenmusik/Orgel der Hochschule für Musik Mainz mit ihrem Abteilungsleiter Prof. Gerhard Gnann hat unter Leitung von Diplom-Tonmeister Moritz Reinisch Werke von Johann Christian Heinrich Rinck (1770–1846) aufgenommen. Die Einspielungen wurden auf der historischen Dreymann-Orgel in St. Ignaz (Mainz) realisiert und erscheinen als Doppel-CD beim Label Coviello Classics. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage der HfM.

Orgelwerke von J.C.H. Rinck: CD-Projekt der HfM Mainz

CD Veröffentlichung: Friedrich Gernsheim Werke für Violine und Klavier

Im Februar 2018 spielten Christoph Schickedanz (Violine) und Ernst Breidenbach (Klavier) in einem Konzertabend Sonaten Friedrich Gernsheims. Inzwischen wurden sämtliche Violinsonaten im Deutschlandfunk für das Label cpo produziert und erscheinen am 5. Dezember 2020 als Doppel-CD. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, dürfte hiermit gut beraten sein!

Friedrich Gernsheim, Complete Violin Sonatas, CPO 2020

Frisch aus der Presse

michelsGerade noch rechtzeitig vor Weihnachten erschien als Band 45 der Beiträge zur mittelrheinischen Musikgeschichte (Mainz: Schott) von
Dr. Egmont Michels die Monographie Philipp Carl Hoffmann (1769–1842). Musicus, Privatgelehrter und Pianoforte-Kenner.