Tagung: Im Schatten Wagners

Aus Anlass des Doppeljubiläums des Mainzer Komponisten Peter Cornelius (1824–1874) veranstaltet die Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Universität Mainz in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte am 24. und 25. Mai 2024 die Tagung „Im Schatten Wagners: Oper in Deutschland um die Mitte des 19. Jahrhunderts“. Während im aktuellen Opernbetrieb deutsches Repertoire des mittleren 19. Jahrhunderts nach wie vor mehr oder minder mit Wagner gleichgesetzt wird, rückt die Mainzer Tagung eine Reihe jener Komponisten ins Licht, die zeitgleich an den verschiedenen Hoftheatern gewirkt und gleichermaßen eigenständige wie eigenwillige Musiktheaterlösungen erprobt haben. Dabei werden librettistische Traditionen und die politischen Rahmenbedingungen ebenso diskutiert wie musikalische und auch szenische Umsetzungen an einzelnen Orten.

Die Tagung wird abgerundet durch eine Lesung aus dem im April erscheinenden zweiten Band der Cornelius-Briefedition sowie die Aufführung von Cornelius‘ Oper Gunlöd, die das Staatstheater Mainz als Beitrag zum Cornelius-Jahr am 25. Mai 2024 herausbringen wird.

Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie im Flyer.

Ausstellung: 200 Jahre Peter Cornelius

Im Jahr 2024 wird der 200. Geburtstag und 150. Todestag des Mainzer Komponisten und Dichters Peter Cornelius begangen. In Mainz wird das Cornelius-Jubiläum mit einem umfangreichen und vielseitigen Veranstaltungsprogramm gefeiert, an dem sich die Wissenschaftliche Stadtbibliothek beteiligt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 24. April 2024 um 18.30 Uhr statt. Bei dieser Gelegenheit wird Cornelius’ Werk in Tönen und Worten erlebbar: Studierende der Hochschule für Musik Mainz führen das Melodram „Mein Wald“ auf, ein Werk von Cornelius, das lange als verschollen galt und dessen Autograf im Jahr 2022 von der Stadtbibliothek Mainz bei einer Auktion für ihr Peter-Cornelius-Archiv ersteigert werden konnte. Mit einer Lesung aus Briefen von Peter Cornelius kommt anschließend der Gefeierte sozusagen selbst zu Wort.

Mehr Informationen zur Ausstellungseröffnung finden Sie auf dem Flyer oder auf der Seite der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek.