Ausstellung Louise Langhans-Japha

Zum 200. Geburtstag der Komponistin Louise Langhans-Japha (1826–1910) – Eröffnung der Ausstellung „Dann will mein Lied ertönen…“

Gestaltet von Carol Falling (Stadtteil-Historikerin) und Dr. Ulrike Teske-Spellerberg

Die Komponistin und Pianistin Louise Langhans-Japha aus Hamburg (1826–1910) lebte und arbeitete mehr als 30 Jahre in Wiesbaden. Sie war Schülerin von Clara und Robert Schumann und eine Jugendfreundin von Johannes Brahms; ihr kompositorisches Schaffen umfasst u. a. zahlreiche Lieder und Klavierwerke. Mitte der 1990er Jahre wurde in einem Wiesbadener Keller ein umfangreiches Konvolut entdeckt, das 35 bisher unveröffentlichte Werke der Komponistin in Manuskriptform enthält. Diese Autographen werden nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Gleichzeitig porträtiert die Ausstellung eine beeindruckende Musikerin, die ihr Leben mutig und unabhängig von anderen in die Hand nahm.

Eröffnungsfeier: Dienstag, 27. Oktober 2026 – 18 Uhr
Stadtarchiv Wiesbaden
Im Rad 42 | 65197 Wiesbaden

Eintritt frei

Aufgrund der begrenzten Platzanzahl werden alle, die an der Eröffnungsfeier am 27. Oktober teilnehmen möchten, gebeten, sich unter veranstaltung-stadtarchiv@wiesbaden.de anzumelden.

Ein Jubiliäumsbuch entsteht zu diesem Anlass und wird einige Erstveröffentlichungen von Manuskripten enthalten. Dieses kann bei der Ausstellungseröffnung am 27.10. erworben werden.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Dezember 2026 zu sehen.

MMM2 auf der GfM-Tagung 2026

Das MMM2 wird dieses Jahr mit einem Referat am Dienstag (29. Sept. / Freie Referate 14–15.30 Uhr) und einem Poster (1. Okt. / Postersession 9–10.30 Uhr) auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Frankfurt/M. vertreten sein.

Zuletzt berichteten wir bei der GfM-Tagung 2019 über das damals noch junge Online-Lexikon. Seitdem wurde das MMM2 stetig weiterentwickelt und ausgebaut – eine guter Anlass, um unser Vorgehen zu reflektieren und über die bisherigen Ergebnisse Bilanz zu ziehen. Wir freuen uns auf den Austausch und Diskussionen!


Erste Mainzer Wiederaufführung des Oratoriums „Die Geburt des Hl. Johannes des Täufers“ von Daniel Bollius (1590-1642)

Anlass ist der 400. Todestag des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Johann Schweikard von Cronberg (1553-1626) 

Theresa Klose, Sopran
Matthias Lucht, Altus
Fabian Kelly, Tenor
Matthias Lutze, Bass

Ensemble Plectrum musicum
Vokalensemble ENONA

Leitung: Johannes Herres 

Sonntag, 27.09.2026 / 16 Uhr / Steinhalle des Landesmuseums Mainz

Als Auftakt zum Konzert gibt Prof. Dr. Klaus Pietschmann, Musikwissenschaftler an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, eine Einführung.

Sonntag, 27.9.2026 / 15 Uhr / Forum Landesmuseum Mainz

Erstmals seit Jahrhunderten wird die Repraesentatio harmonica conceptionis et nativitatis S. Joannis Baptistaewieder vollständig in Mainz aufgeführt. Geplant haben das Vorhaben Professor Dr. Klaus Pietschmann und Johannes Herres, Spezialist für Alte Musik, der auch die künstlerische Leitung übernimmt. Das Konzert knüpft an das vielbeachtete Konzert „Weihnachten am Mainzer Hof“ des Ensemble Vocale Mainz vor gut zwei Jahren an und wird durch die Dr. Uwe Baur und Jutta Truber-Baur Musikstiftung ermöglicht.

Das Werk des Mainzer Hofkomponisten Daniel Bollius (um 1585–1638), eine „musikalische Darstellung der Empfängnis und Geburt des Hl. Johannes des Täufers“, markiert ein musikhistorisches Ereignis: In der Verwendung des italienischen, monodischen Stils zählt das Oratorium zu den frühesten seiner Art nördlich der Alpen. Bollius wirkte seit etwa 1620 am Hof Johann Schweikhards von Cronberg und schrieb das Werk für seinen Dienstherrn als Geburtstagskomposition – etwa zur selben Zeit wie Heinrich Schütz seine Dresdner Historien, die als früheste Oratorien außerhalb Italiens gelten.

Für die Wiederaufführung konnten renommierte Solistinnen und Solisten der Alte-Musik-Szene gewonnen werden. Die Chöre übernimmt das Mainzer Vokalensemble ENONA. Begleitet werden sie vom Instrumentalensemble Plectrum musicum, das auf historischen Instrumenten musiziert. Die spezialisierten Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland widmen sich insbesondere der Wiederentdeckung und Aufführung der Werke Mainzer Hofkomponisten. Bereits am Freitag vor dem Mainzer Konzert sollen ausgewählte Ausschnitte im Rahmen einer Veranstaltung der Stadt Aschaffenburg im dortigen Riedingersaal präsentiert werden. Damit wird die historische Verbindung zwischen Mainz und Aschaffenburg, die zu Zeiten des Kurfürsten eng war und bis heute im von Schweikhard von Cronberg erbauten Schloss Johannisburg sichtbar ist, auch musikalisch aufgegriffen. Mit der geplanten Wiederaufführung rückt nicht nur ein nahezu vergessenes Pionierwerk des musikalischen Frühbarocks in den Fokus, sondern auch die reiche Musikgeschichte der Stadt Mainz.  

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten!